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Kurze Übersicht:
Name:
Jessica
Anzahl der Kinder: 4 (Caroline 3 Jahre, John 5 Jahre, Steven 7 Jahre und David 8 Jahre)

Als Au Pair Professional in den USA

Ich heiße Jessica und bin 25 Jahre alt. Ich bin ausgelernte Erzieherin sowie Sozialassistentin. In den USA arbeitete ich 2 Jahre als Au Pair Professional.
Ein Au Pair Professional bekommt mehr Geld von der Familie weil es eine Pädagogische Ausbildung hat.

Mein Bericht wird  sehr ausführlich sein, aber ich denke das er vielen zukünftigen Au Pairs eine große Hilfe sein wird.

Wie entstand der Kontakt zur Organisation

Während meiner Ausbildung zur Erzieherin an der Adolf Reichwein Schule in Limburg entstand der Kontakt zur Organisation . Nachdem ein ehemaliges Au pair, das Program in der Schule vorstellte, war ich begeistert und vor allem überzeugt von der guten Arbeit der Organisation. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber noch nie daran gedacht als Aupair ins Ausland zu gehen, und fortan in der Sprache zu kommunizieren, die mir große Schwierigkeiten bereitet. Die Rahmenbedingungen waren für mich ebenfalls interessant: Ein Au-pair übernimmt maximal wöchentlich 45 Stunden Kinderbetreuung; 80 Stunden sind für das Studium an amerikanischen Universitäten und Colleges eingeplant. Kost und Logi werden von der Gastfamilie gestellt; ein wöchentliches „Taschengeld“ sowie zwei
Wochen bezahlten Urlaub pro Jahr gehören weiterhin dazu. Ein Au-pair Professional übernimmt dieselben Aufgaben wie ein einfaches Au-pair; allerdings verfügen die Professionals über eine pädagogische Ausbildung.

Was passierte dann?

Ich forderte die Bewerbungsunterlagen online bei der Agentur an, und man sendete mir diese dann auch zu.
Nach Überprüfung der Bewerbungsunterlagen durch die Organisation; in der Informationen wie : das Alter, Name, Adresse, Hobbies, Erfahrungen in der Kinderbetreuung ( 3 childcare referencen musste man vorlegen). Die Richtigkeit dieser Referenzen wurde von Seitens der Organisation durch Anrufe bei dem jeweiligen Aussteller überprüft, was für mich eine sehr gute Arbeit der Organisation darstellte. Desweiteren wurde in dem Fragebogen gefragt auf welches Alter man aufpassen möchte und in welche Region man möchte.. Dann erhielt ich eine Bestätigung, das ich in der Agentur aufgenommen wurde. Somit hieß dies nun ein Polizeilisches Führungszeugnis vorzulegen, und den Medizinischen Bogen von meinem Hausarzt ausfüllen zu lassen sowie den Beitrag zu zahlen. Die Agentur ist teurer als manch andere aber für mich eine der besten bei den ich mich beworben hatte.

Dann einige Wochen später hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Interviewerin aus Bonn, die deine Fähigkeit in Englisch testet, sowie sich einen Eindruck zu deiner Persönlichkeit machen möchte. Darüber hinaus, muss man ein psychologisches Gutachten in Form eines Fragebogens ausfüllen. Auf den ersten Blick scheint das vielleicht schlimm war es aber gar nicht. Ich hatte in Englisch immer ne 4 - 5 also mann gibt auch Menschen mit schlechten Englischnoten durchaus die Chance. Zu diesem Gespräch sollte man dann auch noch einen Brief für die möglichen Hostfamilien mitbringen. Auf diesen zwei Seiten befanden sich Beschreibungen über dich, deinen Wünschen, Vorstellung und man durfte diesen Brief sehr kreativ gestalten mit Basteln, Fotos und sonstigen Ideen. Als auch diese Hürde genommen war, machte ich einen Termin bei der Botschaft in Frankfurt aus, und bewarb mich für ein Visum. Bis zum Termin des Visum hatte ich in der Zwischenzeit mit vielen Gastfamilien aus den USA über Email, oder Telfonisch kontakte Geknüpft und matchte mit einer Ärtze Familie aus Indianapolis.

Einige Wochen vor dem Abflugtermin erhielt ich das Plazierungsbestätigungspaket mit Informationen wie sich nun der Aufenthalt in den USA darstellte. Ich schloss die Krankenversicherung sowie Zusatzversicherung ab, und kann nur jedem Empfehlen lieber 200 Euro mehr zu bezahlen, da man das amerikanische System in dieser Hinsicht echt vergessen kann. Das war so wirklich der einzige Punkt den ich bemängeln kann.
Darüberhinaus, erhält man eine Liste mit allen Au pairs die an diesem Tag fliegen, und kann bereits Kontakte knüpfen. Die Flugtickets gab es dann am Flughafen von einer Betreuerin.

Dieses Bild zeigt mich mit der Betreuerin am Tag des Abfluges.



Die erste Begegnung mit meiner Hostfamilie!

Der große Abschied von der Familie kam für mich Ende August 2005. Zunächst ging es nach New York, wo ein Treffen mit Au-pairs aus aller Welt geplant war. Für mich bedeutete dies auch der erste Flug mit einem Flugzeug. Wir „Neulinge“ wurden dort mit den notwendigen Informationen ausgestattet und auf unsere Aufgaben vorbereitet. Anschließend verteilten wir uns alle auf die jeweiligen Gastfamilie. Einige Au pairs wurden in New York abgeholt, mussten mit dem Zug oder mit dem Flugzeug weiterfliegen.

Für mich bedeutete dies drei weitere Stunden im Flugzeug nach Indianapolis. Hier erwartete mich dann auch eine nicht so tolle Überraschung.
Die Mutter der Familie wollte seit Jahren kein Au pair mehr, aber ihr Mann setzte sich durch und nun war die Frau offentsichtlich nicht begeistert von meiner Ankunft. Wahrscheinlich aus diesem Grund ließ man mich dann auch über ne Stunde am Flughafen warten.. Dann kam endlich mein Hostdad, es war inzwischen 3 Uhr morgens, und ich bekam die nächste Überraschung. Das Auto sah aus wie auf einer Müllhalte. Total mit Coladosen, Essenresten und Briefen, Zeitungen eingemüllt. Und mein Zimmer war eine halbe Baustelle. Der Hostdad machte auf mich einen sehr coolen und netten Eindruck, und so fühlte ich mich sehr wohl in seiner Gegenwart. Da es so früh war, konnten die Kinder mich leider nicht am Flughafen mitabholen.

Den Rest der Familie durfte ich dann am nächsten morgen kennenlernen und vor allem das tolle Haus und natürlich die Kinder. Die Kinder waren sehr offen und zugänglich und so wurde mir der Einstieg sehr leicht gemacht.

Dies ist das Haus indem ich lebte:





Dies sind die super tollen Kinder: Caroline 3 Jahre, John 5 Jahre, Steven 7 Jahre und David 8 Jahre. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen.





Hier verkaufen wir in unserer Nachbarschaft heisse Schokolade:



Die Familie besaß zudem 6 Autos, 2 Colfcarts, 8 Reinigungsleute, ein Bootshaus, Boot, Whirlpool, Sauna und und und...!

Was macht man eigentlich alles als Au pair?

Beide Eltern waren als Ärzte beruflich sehr eingespannt und selten zu Hause; ich wurde von den Kindern schnell
anerkannt und geschätzt und entwickelte mich bald zu einer Art Elternersatz, bei dem sich die Kinder Rat und Hilfe holten. Entsprechend vielfältig waren die Aufgaben: Kinder wecken, Frühstück zuzubereiten, alle mit dem Wagen zur Bushaltestelle oder zur Schule bringen. Auf dem Nachhauseweg wurde der Einkauf erledigt, anschließend die Hausarbeit. Danach mussten die Kinder wieder von den Schulen abgeholt werden, es wurde gemeinsam ein Snack gegessen, bei den Hausaufgaben Hilfestellung geben und schließlich stand das Abendbrot an oder ein weiterer Transport der Kinder zu diversen Vereinen. Die Kinder waren in folgenden Vereinen Mitglieder: Tennis, Schwimmen, Golf, Boyscout, Baseball, Football und Fußball und Basketball.





Ein straff organisiertes Tagesprogramm, das mir zwar wenig persönlichen Freiraum ließ, meine Erwartungen aber dennoch erfüllte: Ich fühlte mich sehr wohl, vor allem aber in der Gesellschaft der Kinder, die mir Anerkennung und Zuneigung entgegenbrachten. Vergessen werd ich nie den Ausflug am ersten Wochenende, zum eigenen Bootshaus der Familie, wo ich das einzige Mädchen der Familie, vor dem sicherem Tod durch strangulieren rette, oder die Worte der mich umarmenden dreijährigen: „Ich liebe dich überalles, ich möchte das du für immer hier bleibst“. Solche Erfahrungen ließen meine Zeit mit erschreckenden aber auch wunderschönen Momenten vorrübergehen.

Unser erster gemeinsamer Urlaub nach Florida Tempa, wo die KinderTennislesson erhielten von professionellen Tennisspielern, endete in einer Tragödie für mich. Zum einem war es bis auf einen Tag ziemlich kalt, da ein Hurrican über Florida hinwegfegte und zum anderen
verletzte ich mich so schwer am Fuss das ich noch 3 Monate später Schwierigkeiten hatte zu laufen.

Hier Bilder von unserem Ausflug nach Florida:

Unser Hotel:



Was eine Aussicht?!



Sonnenuntergang in Florida:





Sport ist Mord:



Und unser erstes Familien Foto:



Dann näherte sich Weihnachten. Weihnachten war der Wahnsinn. Zum einem weil ich nun das erste mal die Schwester meiner Hostmutter traf, die ebenfalls 4 Kinder besaß und zum anderen gab es für 8 Kinder und 5 Erwachsene 2000 Geschenke. Ein Auspackmarathon von 4 Stunden. Auch ich hatte 140 Geschenke erhalten. Allerdings sehe ich dieses Fest in der Familie nach wie vor zweideutig, da die Kinder sich mehr über die Anzahl der Geschenke definierten als über den Inhalt.



Was tut ein Au Pair neben der Arbeit?

Zum einem Studieren an Colleges oder Universitäten. Ich studierte zu Beginn an Colleges weil diese kein Eignungstest hatten, und weil ich in der Regel bis zu 75 Stunden in der Woche arbeitete.

Dafür erhielt ich allerlei Event Tickets, welche mir ermöglichten die Footballer Colts mehrfach zu sehen, auch beim Superbowl. Die Basketballer Pacers, Ice Hockey, Indy Race 500, Formel 1 Rennen ( 50 Grad), Red Socks, New York Yankess und ein Treffen mit Payton Manning.


Desweiteren machte ich eine Study Travel Tour durch Californien. Die Fotos dazu lade ich aber nicht hoch lol.
Hier ist der Link zu meinem Photoalbum:
http://picasaweb.google.de/Aupairerfahrungen25/StudyTravelTourCalifornien

Dann natürlich unternimmt man Dinge mit Freunden. Allerdings hatte ich im ersten Jahr nicht wirklich die Zeit mich mit Freunden zu treffen, war mir aber auch egal, da mir die Kinder wichtiger waren.
http://picasaweb.google.de/Aupairerfahrungen25/FriendsOfIndianaAndWhereWeAllWentTogether


Wie ist das Wetter in den USA?

Also während meiner Zeit spielte das Wetter sehr verrückt. Ich durfte Tornados, Hagel bis zur größe von Tennisbällen, bis zu fast 1 meter Schnee, Sonne pur 50 Grad, bis zu 35 CM Eis und Blitzeinschläge miterleben. Aber mich faszienieren Naturgewalten sehr und ich schein sie magisch anzuziehen lol.


Kurz vor Ende des ersten Jahres entschied ich mich für ein zweites Jahr, denn die Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen. Umso überraschender und schockierender traf es mich 4 Wochen später, als sich die Familie entschied aus dem Program auszutreten. Die Gründe allerdings erfreuten mich trotz der Trennung, den die Familie hatte es sich zum Ziel gesetzt bei der Arbeit kürzer zu treten, um mehr Zeit für ihre Sprösslinge aufzubringen, die zwar alles an Geld und Spielzeugen haben, aber deren Eltern doch so sehr beruflich eingespannt waren, das die Bedürfnisse der Kinder nach Zuwendung von seitens der Eltern, doch manchmal zu kurz kam.

Außerdem konnte ich die Familie auch im zweiten Jahr so oft besuchen wie ich wollte.

Was passiert im Rematch?

Für mich hies dies, ins Rematch - Programm der Organisation zu gehen, zu einer neuen Familie also. Im Rematch befinden sich alle Familien die bereits ein Au pair haben, wo nun einfach unter den Familien das Au Pair getauscht wird.. Doch da meine Familie aus dem Program ganz austratt, durfte ich auch zu einer Familie die noch kein Au Pair hatte. Zu diesem Zeitraum befanden sich 95 Familien im Rematch und bereits am nächsten Tag durfte ich mit 45 Familien sprechen, und mir die beste Familie heraussuchen. Eines war mir klar, die nächste Familie sollte der totale Gegensatz zur ersten Familie sein, und deshalb entschied ich mich für die Gastfamilie aus Connecticut.

Ein verwitweter, allein erziehender Vater, finanziell eher dem Mittelstand zugehörig, zwei halb erwachsene Teenager als Kinder. Vom ersten Tag an fühlte ich mich wie zu Hause, obwohl ich mich erst einmal an das deutschlich kleinere Haus gewöhnen musste, und daran das der Gastvater mir gleich am ersten Tag meiner
Ankunft, seine Creditkarte und Geheimzahl gab, was sehr unüblich war, und von großem Vertrauen zeugte. Und auch gewann ich den Eindruck das man hier die Arbeit des
Aupairs mehr schätzt.

Dies ist das Haus meiner zweiten Gastfamilie!



Die Teenager:



http://picasaweb.google.de/Aupairerfahrungen25/MySecondAuPairFamilie

In der zweiten Familie gab es für mich auch deutlich mehr Freizeit und damit auch Gelegenheit zum besseren Studieren und zum Reisen, sowie Gelegenheit so manchen Traum zu erfüllen. Zu weiteren Erfahrungen gehörten eine Notlandung in San Francisco, und eine Verfolgungsjagd der Einbrecher, von einem missglücktem Einbruchsversuch in unser Haus.

Dann 2007 besuchte ich ein Haus von Billiaderen der Wahnsinn, wie ihr auf diesen Fotos erkennen könnt.

http://picasaweb.google.de/Aupairerfahrungen25/TheFarmHausVonBilliaderenWoIchBernachtete

Und dann erfüllte ich mir den Traum mit einem gemietetem Auto in Californien rumzufahren.

http://picasaweb.google.de/Aupairerfahrungen25/CalifornienMitMietauto2007

Dann besuchte ich noch New York Ende 2007.

http://picasaweb.google.de/Aupairerfahrungen25/WirVerrCktenInNewYork

Ende 2007 kurz vor meiner Heimreise nach Deutschland, besuchte ich ein letztes mal meine erste Familie, und vermisse beide Familien sehr. Viel/e schöne, aber auchanstrengende Arbeit/en, Naturgewalten, Studiums, Reisen durfte ich erleben. Ich bereue keine Sekunde meiner letzten 2 Jahre und hoffe das ich so manchen Menschen der dies liest, ermutigen kann solch einen Schritt zu wagen.

Bei Fragen meldet euch bei JessicaWeier@yahoo.de

 

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